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Wörterbuch

LCA-Ökobilanzen

Die Studie der Umweltbelastungen eines Produkts "von der Wiege bis zur Bahre" ist als Ökobilanz, oder Life Cycle Assessment (LCA), offiziell bekannt. Durch den LCA kann Produkte verglichen werden, wie zum Beispiel bei der Wahl zwischen Plastik- oder Papierbecher.

Ein Ökobilanz (LCA Life Cycle Assessment) nach ISO 14001 ist ein Vier-Phasen-Verfahren für die Analyse und Bewertung von Produkten oder Dienstleistungen entlang der gesamten Lebenszyklus.

Die 4 Schritte der Ökobilanz sind:

  1. Definition von Ziel und Untersuchungsrahmen (Goal and Scope)
  2. Sachbilanz (LCI: Life Cycle Inventory)
  3. Wirkungsabschätzung (LCIA: Life Cycle Impact Assessment)
  4. Auswertung (Interpretation)

Die Ökobilanz (LCA) kann Umweltleistungen von Produkte und Systemen systematisch überprüfen und womöglich verbessern, durch:

LCA
LCA Ökobilanz ermöglicht den Vergleich ähnliche Produkten mit unterschiedlichen Belastungen
  • — Aufzeigen von Verbesserungs-Möglichkeiten an verschiedenen Stellen in der Lebenszyklus des Produkts.
  • — Bereitstellung quantifizierte Informationen für Entscheider in Industrie, Regierung und Nicht-Regierungsorganisationen. Diese Informationen können den Prozess der strategischen Planung informieren, darunter, wie Prioritäten festgelegt werden können, und die Design der Produkte oder Verfahren.
  • — Grundlagen festlegen für die Auswahl der relevanten Indikatoren der Umweltleistung, mit zugehörigen Mess- und Überwachungstechniken.
  • — Grundlagen festlegen für faire und informative Marketing, wie die Unterstützung für Ansprüche auf Umweltzeichen und Umweltproduktdeklarationen.

Eine Ökobilanz betrachtet den gesamten Lebensweg eines Produkts, von der Rohstoffgewinnung und der Herstellung, über den Transport und die Nutzung, bis zur Entsorgung.

LCA
LCA Ökobilanz ermöglicht den Vergleich ähnliche Produkten mit unterschiedlichen Belastungen

1. Definition von Ziel und Untersuchungsrahmen

Der erste Schritt einer Ökobilanz ist Ziel und Untersuchungsrahmen.

Die Ziel und Untersuchungsrahmen Phase festlegt, wofür die Ökobilanz verwendet werden soll. Die Nutzen und Funktionen des Produktes wird danach festgelegt mit eine Beschreibung des grundsätzliche Lebenswegs eines Produkts von der Rohstoffgewinnung bis Entsorgung.

Eine Studie muss klare Ziel(e) und Untersuchungsrahmen erstellen, in denen der Nutzen und die Funktion des zu untersuchenden Produkts und dessen Lebensweg definiert werden. Die Untersuchungsrahmen [Scoping] definieren die Annahmen, Einschränkungen und die Grenzen der Untersuchung.

2. Sachbilanz

Sachbilanz ist die zweite Stufe einer Ökobilanz gemäß ISO 14044.

Die Sachbilanz gibt quantitative Aussagen über den erfassten Produktlebensweg an. Die Ressourcenverbräuche (Eingangsinformationen, Inputs), dem Nutzen (funktionelle Einheit)und den damit korrelierten Emissionen (Ausgangsgrößen, Outputs) sind ebenfalls gegeben, aber ohne Wertung.

Die Sachbilanz umfasst die Zusammenstellung und Quantifizierung von Umweltaspekten als Inputs und Outputs eines ausgewählten Betrachtungsobjektes im Verlauf seines Lebensweges. Bilanziert werden auf der Inputseite die Materialmassen- und Energieströme sowie auf der Outputseite erwünschter (Produkte) und unerwünschter Output (Kondukte).

Welche Umweltbelastungen entstehen in der Produktion, Nutzung und Entsorgung eines Produkts? Die Sachbilanz macht quantitative Aussagen entlang des gesamten Lebenszyklus, über den Verbrauch von Rohstoff und Energie, und Ausstoss von Schadstoffen. Die Erstellung der Sachbilanz wird durch verschiedene Datenbanken unterstützt.

Die Sachbilanz ist die Datensammlung aller Inputs und Outputs des Systems, und braucht Entscheidungen über die Allokationen. Im Sachbilanzprozess, gibt es eine Mehrzahl Software-Packages, die Algorithmen für die Berechnung von kumulierten Sachbilanzergebnissen beinhalten, und auch Datenbanken für die Erleichterung der Sachbilanzierung.

3. Wirkungsabschätzung

Bewertung der Bedeutung potenzieller Umweltauswirkungen auf der Basis des LCI. Die Wirkungskategorien, Indikatoren und Charakterisierungsmodelle werden ausgewählt. In der Klassifizierungsstufe werden die Inventarparameter den Wirkungskategorien zugeordnet. Die Impaktmessung quantifiziert dann die LCI-Flusskategorien in Äquivalenz-Einheiten, und diese können dann summiert werden, um eine Gesamtauswirkung der Gesamtkategorie zu erhalten.

4. Auswertung

[Ökobilanzen: LCA] Die letzte Phase der Ökobilanz ist die Auswertung, mit den wichtigsten Parameter der Ergebnisse aufgelistet und diskutiert (Konsistenz-, Vollständigkeits- und Sensitivitätsanalyse), samt mit Schlussfolgerungen und Empfehlungen.

Um zu beantworten die Frage wie stark die Umwelt durch diesen Produkt oder Prozess belastet ist, wird die Wirkungsabschätzung der Ergebnisse der Sachbilanz nach wissenschaftlich basierten Kriterien verschiedenen Wirkungskategorien zugeordnet.

Die Umweltwirkungen sind mit Umweltthemen verbunden, um Vergleichungen zwischen Alternativen zu erleichtern. Die Umweltthemen sind: Treibhauseffekt, Ozonabbau, Versauerung, Eutrophierung, Photochemisches Ozonbildungspotenzial (POCP), Erschöpfung abiotischer Ressourcen (Abiotic Depletion Factor, ADF).

Die Modellierung kann auf einer Auswahl der Midpoints (Wirkungskategorien) basiert werden, oder auf Endpunkte, wie menschliche Gesundheit, Schonung der natürlichen Ressourcen, und Ökosystemqualität. Die Vollaggregierung der Umweltwirkungen ist erreicht durch eine faire Gewichtung der Endpunkte.

Die Methode der Ökologischen Knappheit findet hier eine Rolle mit der "Differenz zur Toleranz" Berechnung.

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Graue Energie

[Englisch: grey energy (Br.), gray energy (Am.)] Die Energie benötigt für die Herstellung, Transport, Lagerung, Verkauf und Entsorgung eines Produkts.

z.B. ein importiertes Gut verfügt über einem Energiepreisschild, das höher ist als für ein lokal-produziertes identisches Produkt. Eine Ökobilanz (LCA) muss die graue Energie berücksichtigen in der Bestimmung der Umweltbelastung im Lebenszyklus eines Produkts.

Das „Produkt“ kann auch eine Dienstleistung sein. Graue Energie ist somit der indirekte Energiebedarf durch Kauf eines Konsumgutes, im Gegensatz zum direkten Energiebedarf bei dessen Benutzung.

Treibhauspotenzial THP

Ein Maß für das Potenzial einer Produkt oder Verfahren, Änderungen zur atmosphärischen Gase beizubringen, die zur globalen Erwärmung führen oder verursachen können. Oft gleichbedeutend mit Emissionen von CO2, aber andere Gase, wie Methan, sind ebenfalls von Bedeutung.