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Wörterbuch

IPCC-Berichte-Geschichte

  • IPCC 2014 Bericht

    • Im Jahr 2014 veröffentlichte das IPCC (der UN Intergovernmental Panel on Climate Change) seinen fünften Bericht, der einige beunruhigende Ergebnisse der neuesten Analysen von Klimadaten von Wissenschaftlern und Forschungseinrichtungen in 60 Ländern der ganzen Welt beinhaltet.

      Hier sind die Voraussagen im IPCC-Bericht 2014:

      1. Die globale Erwärmung wird weiter immer stärker, wenn Treibhausgasemissionen fortsetzen.
      2. Die globale Oberflächentemperaturanstieg wird bis Ende des 21. Jahrhunderts wahrscheinlich 1,5 ° C überschreiten, und viele Modellszenarien vorhersehen mehr als 2,0°C.
      3. Der globale Wasserkreislauf wird sich ändern, mit einem Anstieg der Ungleichheit zwischen nassen und trockenen Regionen, sowie Regen- und Trockenzeit, mit einigen regionalen Ausnahmen.
      4. Die Ozeanen werden sich weiter erwärmen, mit die Hitze sich tief in den Ozean verbreiten, mit Auswirkungen auf Niederschlagmuster.
      5. Verminderungen werden sehr wahrscheinlich in der arktischen Meereisbedeckung, Nordhalbkugel Frühling Schneedecke und globale Gletschervolumen.
      6. Der globalen mittleren Meeresspiegel wird weiter steigen, und sehr wahrscheinlich mit einer Rate grosser als die von den letzten vier Jahrzehnten.
      7. Veränderungen des Klimas wird eine Erhöhung der Rate der CO2-Produktion verursachen. Erhöhte Aufnahme durch die Ozeane werden die Versauerung der Ozeane erhöhen.
      8. Zukünftige Oberflächentemperaturen werden weitgehend durch kumulative CO2 bestimmt, welche bedeutet, dass der Klimawandel wird sich weiter fortsetzen, auch wenn die CO2-Emissionen gestoppt werden.

      Weitere zusammengefassten Außerungen:

      - Die Rate des Anstiegs des Meeresspiegels seit der Mitte des 19. Jahrhunderts ist größer gewesen als die mittlere Rate während der letzten zwei Jahrtausende (hohes Vertrauen). Über den Zeitraum 1901 bis 2010, stieg der globale mittlere Meeresspiegel um 0,19 [0,17 bis 0,21] m.

      - Kumulierte CO2-Emissionen werden weitgehend die mittleren globalen Erwärmung an der Erdoberfläche durch das späte 21. Jahrhundert und darüber hinaus bestimmen. Die meisten Aspekte des Klimawandels werden noch viele Jahrhunderte andauern, auch wenn die Emissionen von CO2 gestoppt werden.

  • CO2-Emissionen-Szenarien

    • Im Jahr 1992 das Zwischenstaatlicher Ausschuss über Klimaveränderung, IPCC, legte einen Zusatzbericht zum 1990-Bericht der Arbeitsgruppe I vor. Die Befunde dieses Berichts hatten die Verhandlungen am Erdgipfel (UNCED 1992, 'Rio Earth Summit') stark beeinflusst, wurden in der UNFCCC (UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel) verkörpert, und sind zu einen Referenzpunkt für zukünftigen IPCC-Berichte geworden. Es ist interessant auf ihre Methodik und Projektionen im Lichte der zwischenzeitlichen 25 Jahren Klimaforschung zurückzublicken.

      Der Bericht ist bemüht zu betonen, dass ihre Ergebnisse auf fehlende Daten sehr empfindlich sind, und es gibt eine große Anzahl von unbekannten Faktoren, und deshalb sind nicht als bloße Vorhersagen zu verstehen. Sie weisen darauf hin, dass einige Effekte haben sowohl positives als negatives GWP (global warming potential = Erdwärmungspotenzial), wie zum Beispiel der Wasserdampf teilweise die einkommende Sonnenstrahlung abschirmt, aber macht auch einen Beitrag zum Treibhauseffekt, in das er die Infrarotausstrahlung von der Oberfläche einsperrt. Die Entwaldung und FCKW waren zwei Bereiche erheblicher Unsicherheit, die im Bericht ausführlich erörtert worden.

      CO2-Emissionen aus Energie, Betonproduktion und Entwaldung werden bis Jahr 2100 prognostiziert, innerhalb einem Bereich von 7 Szenarien: SA90, IS92a-f. Drei dieser Szenarien nutzen Weltbank Bevölkerung Projektionen, und drei UN 'Low' und 'High' Bevölkerungswachstum-Fälle. Das angenommene durchschnittliche Wirtschaftswachstum variert von 1,2% (IS92c) bis auf 3,5% (IS92e). Die Mischung aus Energieverbrauch und die Wahl der Versorgung (ob Fossil oder Erneuerbar) stark variiert, und beinhaltet Projektionen im Preis der Solarenergie im Vergleich zu den Fossilen. Die Szenarien integrierten auch Projektionen in Bezug auf die Wirkung von internationalen Abkommen, und der Grad der Einhaltung der dann vor kurzem vereinbarten Einschränkungen der FCKW-Emissionen (Protokoll von Montreal 1987).

      Der Bericht präsentiert die Ergebnisse in Form eines Graphen des Szenarien-Bereichs von CO2-Emissionen, in GtC (Gigatonnen Kohlenstoff). Spätere Berichte verwendeten die Einheit CO2-Äquivalent, die nicht CO2-Kohlenstoff-Quellen der Treibhausgasen zurechnet. Der Konversionsfaktor ist das Verhältnis der Molekularmassen Kohlendioxid (44) zu Kohlenstoff (12), oder 3,67.

      Vergleich der IPCC Berichte 1992 und 2014

      Jährliche CO2-Äquivalent-Emissionen aus allen anthropogenen Quellen

      Jahr1992 Bericht /GtCO22014 Bericht /GtCO2
      199022,022,0
      200026,6 - 31,225,0
      201027,5 - 42,250,3
      202030,2 - 49,552,0 - 59,0
      203030,0 - 58,742,0 - 69,0

      Der 2014 Bericht nimmt als Grundlage 4 Niveaus von Engagement für die Agenda aus der kommenden Konferenz in Paris (Dez. 2014): "Business as usual", "Schwächere Verpflichtung (Weak Pledge)", "Stärkere Verpflichtung (Strong Pledge)" und "2°C-Pfad".

      Bemerkungen:

      Der Bericht von 1992 war zu pessimistisch für den kurzfristigen Zeitraum. Im Jahr 2000 hat sich die tatsächlichen Emissionen unter dem vorhergesagten Bereich gesunken. Dies erwies sich als nur eine kurzfristige Wirkung zu sein, vor allem dank der Reduktion der schmutzigen Industrie und Kfz-Emissionen aus Osteuropa, im Folge ihrer Öffnung nach Westen.

      In seinen späteren Projektionen war der Bericht von 1992 zu optimistisch. Die tatsächlichen CO2-Emissionen im Jahr 2010 übertrafen sogar das Worst-Case-Szenario. Stärkere Verpflichtung (55 GtCO2) und 2°C (42 GtCO2) in dem 2014-Bericht beide fallen innerhalb des oberen Teils des Bereichs für 2030 in der 1992 Projektion, aber Business as Usual und Schwäche Verpflichtung nehmen uns wohl über dem vorhergesehenen Bereich.

  • Zwischenstaatlicher Ausschuss über Klimaveränderung

    • IPCC (InterGovernmental Panel on Climate Change) ist der Zwischenstaatliche Ausschuss über Klimaveränderung. Der Ausschuss wurde im Jahr 1988 vom UNEP (Umweltprogramm der Vereinten Nationen) und der WMO (Weltorganisation für Meteorologie) gegrundet, mit der Zweck Risiken des vom Menschen verursachten Klimawandels zu beurteilen sowie Vermeidungs- und Anpassungsstrategien zusammenzutragen.

      Der IPCC-Sekretariat, mit Sitz in Genf, Schweiz, ist seit Oktober 2015 von Hoesung Lee geleitet.

      Das IPCC hat bis jetzt 5 Berichte herausgegeben:

      1. Erster Sachstandbericht des IPCC, 1990
      2. Zweiter Sachstandbericht des IPCC, 1995
      3. Dritter Sachstandbericht des IPCC, 2001
      4. Vierter Sachstandbericht des IPCC, 2007
      5. Fünfter Sachstandbericht des IPCC, 2014

      Das IPCC hat auch 10 Sonderberichte herausgegeben. Darunter gab es in 2005 der Sonderbericht zur Abscheidung und Speicherung von Kohlendioxid, der 2011 Sonderbericht zu den erneuerbaren Energien, und der 2012 Sonderbericht zum „Management des Risikos von Extremereignissen und Katastrophen zur Förderung der Anpassung an den Klimawandel“ (SREX).

      Diese Berichte unterstützen die UNFCCC (UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel), der Hauptvertrag für die Koordinierung der internationalen Reaktion auf die Bedrohung durch den Klimawandel. Das Ziel der UNFCCC ist: "die Konzentration von Treibhausgasen in der Atmosphäre auf einem Niveau zu stabilisieren, wobei anthropogene [das heißt, vom Menschen verursachte] Störung des Klimasystems verhindert sein wird".

      Die Berichte sammeln Erkenntnisse aus einem breiten Spektrum von wissenschaftlichen Publikationen, von Tausenden von wissenschaftlich qualifizierten Autoren. Die IPCC-Berichte enthalten auch eine "Zusammenfassung für politische Entscheidungsträger", die die Zustimmung von mehr als 120 der beteiligten Regierungen benötigt.

      Das IPCC besteht aus 3 Arbeitsgruppen und einer Task-Force:

      1. Arbeitsgruppe I ist mit den wissenschaftlichen Aspekten des Klimasystems and der Klimaänderung beschäftigt.
      2. Arbeitsgruppe II befasst sich mit der Verwundbarkeit von sozioökonomischen und ökologischen Systemen durch Klimaänderungen.
      3. Arbeitsgruppe III befasst sich mit Maßnahmen zur Eindämmung des Klimawandels.
      4. Der Task-Force befasst sich mit der Entwicklung von Methodologien und der Standardisierung von Verfahren, z.B. die Erhebung von Emissionsdaten von Treibhausgasen in den einzelnen Ländern.

      In Anerkennung, wurde das IPCC den 2007 Friedensnobelpreis verliehen, geteilt mit Al Gore, auch ein hochkarätiger Aktivist gegen dem Klimawandel. Die Verleihung des Friedenspreises war auch eine Bestätigung, dass destablisierende Klima ist eine Hauptursache der menschlichen sozioökonomischen Not, Entbehrung, Vertreibung und politischen Zusammenbruch und damit den Krieg.