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Wörterbuch

Gefährliche Substanzen in der Umwelt

Gefährliche Stoffe werden so eingestuft, weil sie von Eintreten in die Umwelt verhindert werden müssen. In einem Ökosystem können sie bioakkumulieren, mit tragischen Folgen für beide die Menschen und die Natur.

  • Persistente organische Schadstoffe
    • Persistente organische Schadstoffe sind eine Klassifizierung von organischen Verbindungen, wie zum Beispiel Pestizide, Herbizide und ähnliche Produkte, die lange Halbwertzeiten für ihre biologischen Abbau aufzeigen.

      Diese Schadstoffe typischerweise können zum Bioakkumulation und Biomagnifikation führen. Sie sind sehr mobil in der Umwelt, so dass sie in gefährlichen Konzentrationen bei Tieren, Fischen und Vögeln weit weg von der Quelle gefunden werden können.

      Geregelt durch das 2001 Stockholmer Übereinkommen über POPs

      Liste von POPs
      • Organochlor-Insektizide
        • Chlordan
        • DDT Dichlordiphenyltrichlorethan
        • Dieldrin
        • Toxaphen
      • Industriell hergestellte Chemikalien
        • PCB
      • Prozessen-Nebenprodukte
        • Dioxine
  • Shadstoffe in arktischen Eis
    • Persistent Schadstoffe können weit von ihrer Quelle in Wolken und Wasser mitreisen. Diese können in Eis in der Arktis gefangen werden. Nun werden diese toxischen Schadstoffe in dem arktischen Ökosystem mit beispielloser Geschwindigkeit dank dem Klimawandel freigegeben.

      Eine umfangreiche Forschungsprogramm in Canada* hat gezeigt, dass eine Reihe von persistenten Chemikalien, wie DDT, PCB und Quecksilber, sind seit Jahrzehnten in arktischen Eis weggesperrt worden. Die Arktis erwärmt sich doppelt so schnell wie der globale Durchschnitt, so diese Schadstoffe kehren mit aller Macht zurück.

      Die Studie ergab, dass die Konzentration der POPs und Schwermetalle in Robbenfleisch in Nieder-Eis Jahren stark zugenommen hatte. Die Schadstoffe biologisch akkumulieren in Kabeljau, die durch die Robben gegessen werden.

      * Gary Stern und seine Kollegen an der kanadischen Abteilung für Fischerei und Ozeane, Winnipeg, Manitoba: Ringelrobbe Studie 1973 - 2007.

  • Chlorparaffine
    • Eine Reihe von organischen Substanzen, die als gefährlich eingestuft sind, aufgrund ihrer Toxizität, Persistenz in der Umwelt, und Potenzial für die Bioakkumulation.

      Chlorierte Paraffine sind Alkane mit einer variablen Anzahl von Chlor (Cl) und Kohlenstoff (C) Atomen. CPs sind flüssige oder feste, farblose oder gelbliche, abhängig von der Mischung und der Anzahl der C und Cl in der Kette. CPs in kommerziellen Produkte haben viele Formen und sind in Flammschutzmittel, Dichtungsmassen, Lacken, Klebstoffen, Textilien und Weichmachern verwendet.

      Kurzkettige CPs (short-chain CPS (SCCPs)) sind als giftig für Wasserorganismen, und als Krebs erzeugend für Labortieren. Die IARC (Internationale Agentur für Krebsforschung) betrachtet sie als mögliche krebserzeugend für die Menschen. Die Parteien des Stockholmer Übereinkommens über persistente organische Schadstoffe bewerten derzeit ein weltweites Verbot von SCCPs.

  • Radon
    • Radon ist ein chemisches Element (Ordnungszahl Z=86, Atommasse A=222), ein Edelgas, und eine Quelle gefährlicher, natürlich vorkommender radioaktiver Verschmutzung.

      Radon ist farblos, geruchlos und geschmacklos. Es kommt in einigen Böden vor und kann durch Risse in Wänden und Fußböden in Gebäude und strukturelle Lücken wie elektrische Verdrahtung und Wasserrohrkanäle hineinwandern. In geschlossenen Räumen kann es ansammeln, und präsentiert eine unsichtbare Gefahr für die Insassen. Radon-Exposition ist mit Krebs verbunden.

      22286Rn hat eine Halbwertszeit (t½) von 3,8 Tagen. Obwohl es nicht lange in der Umwelt als Radongas dauert,es wird kontinuierlich als Teil der Zerfallsreihen von Thorium/Uran → Radium (Ra: Z=88, A=226) erzeugt. Wenn Radon zerfällt, produziert es weitere radioaktive Elemente, die Feststoffe sind und an Oberflächen wie Staubpartikeln haften. Unter den länger anhaltenden Zerfallsprodukten sind 21083Bi (Bismut t½ = 5 Tage), die Beta zerfällt in 21084Po (Polonium t½ = 138 days), und Blei (Pb).

      Die US-EPA zählt Radon als zweitgrößte Ursache für Lungenkrebs (21k Todesopfer in den USA), nach Zigarettenrauch. Radon-Zerfall Produkte auf Staub-Partikel wird auch Krebs provozieren, wenn eingeatmet.

      Schweiz: In der Strahlenschutzverordnung von 1994 wurden folgende Grenzwerte für Radon-222 festgelegt: 1000 Bq/m³ für Wohn- und Aufenthaltsräume und 3000 Bq/m³ für Arbeitsräume. Für Neubauten gilt ein Richtwert von 400 Bq/m³

      Deutschland: Vorerst gelten auch für Deutschland - wie für die gesamte EU 400 Bq/m³ als maximaler Wert. Inzwischen ist die neue Euratom-Norm in Kraft die bis 6. Februar 2018 in nationales Recht umgesetzt werden muss, wonach die Höchstbelastung in Gebäuden und Räumen im Jahrenschnitt max. 300 Bq betragen darf. Diese Euratom-Norm gilt für die gesamte EU.