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Wörterbuch

Europäische Netz-Speicher-Politik

Die Energiebranche findet sich im Umbruch. Technische Entwicklungen wie erneuerbare Energien, Digitalisierung, und elektrische Fahrzeuge, zusammen mit politische Ziele wie Klimaschutzvornehmungen und den Atomkraft-Austieg, geben die zukunftliche Richtung weg von schmutzige Fossilen in Richtung saubere, nachhhaltigere Lösungen.

Drittes Energiepaket der EU

Im Jahr 2009 verabschiedete die EU eine Reihe von Legislativdokumenten, das so genannte Dritte Energiepaket, um die Gas- und Strommärkte innerhalb und zwischen den Mitgliedstaaten zu öffnen, zu regulieren und zu steuern.

Zu den Zielen des Pakets gehören Energiesicherheit, Energie-Effizienz und Umweltverbesserungen, einschließlich der Verringerung der Luftverschmutzung und der Erfüllung der Verpflichtungen der EU zur Bekämpfung des Klimawandels durch die Dekarbonisierung des Energiemarktes. Das Paket zielt darauf ab, die Investitionen in die Energieinfrastruktur und die Diversifizierung der Energiequellen zu beschleunigen.

Um die Marktkonzentration auf wenige große Unternehmen in jedem Mitgliedstaat zu reduzieren, schlägt die EU vor, ein alternatives System auf der Grundlage der eigentumsrechtlichen Entflechtung (unbundling), unabhängiger Netzbetreiber (ISO) und unabhängiger Übertragungsnetzbetreiber (ITO) einzurichten.

Die eigentumsrechtliche Entflechtung (unbundling) bezieht sich auf die Beseitigung eines Hindernisses für die Entwicklung eines nachhaltigen Energiesystems angesichts des Interessenkonflikts zwischen Erzeugungsunternehmen, die auch Eigentümer von Übertragungsnetzen sind.Im dritten Energiepaket wird vorgeschlagen, den Markt durch die Trennung von Erzeugung und Übertragung zu öffnen, wobei unter anderem die Einrichtung nationaler Regulierungsbehörden (NRB) vorgesehen ist, die von der zentralen Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) koordiniert werden.

Strategie Europa 2020

Die Europäische Union ist weltweit führend in der Umwelt- und Energiepolitik und hat ein Klimaziel für 2050 mit zwei Zwischenzielen für 2020 und 2030.

2020: In allen Mitgliedstaaten werden die Treibhausgase gegenüber 1990 um mindestens 20 % reduziert, mindestens 20 % der gesamten Energie aus erneuerbaren Quellen stammen und die Energieeffizienz um 20 % gegenüber 2008 verbessert.

2030: Die Treibhausgase werden gegenüber 1990 um mindestens 40 % reduziert, mindestens 27 % der gesamten Energie wird aus erneuerbaren Quellen stammen, und die Energieeffizienz wird gegenüber 2008 um 27 % (30 % nach dem 30.11.16 Energy Efficiency Update) verbessert. Es gibt auch eine Klausel, die besagt, dass eine grenzüberschreitende Zusammenschaltung von 15 % des Strombedarfs zulässig ist.

2050: Die Treibhausgase werden gegenüber 1990 um mindestens 80-95% reduziert, wie in der Energie-Roadmap 2050 festgelegt.

Bis 2015 konnten die Treibhausgase in der EU bereits um 22% gesenkt werden. Erneuerbare Energien (Windkraft, Solarenergie (thermisch, photovoltaisch und konzentriert), Wasserkraft, Gezeitenenergie, Geothermie, Biokraftstoffe und der erneuerbare Teil des Abfalls) haben bis 2015 einen Anteil von 16,7% erreicht. Bei den derzeitigen Verbesserungsraten wird die Energieeffizienz bis 2020 bei 18-19% liegen.

Die Quellen für Treibhausgase in der EU-28 (2015) sind: Kraftstoffverbrennung (ohne Verkehr) 55 %, Verkehr (Straße und Luftfahrt) 23 %, Industrie 8 %, Landwirtschaft 10 %, Abfallwirtschaft 3 %.

Die Europäische Union verfügt über einige der weltweit ehrgeizigsten Pläne zur Erfüllung der Klimaschutzverpflichtungen im Rahmen eines Energieübergangsprogramms, das eine nahezu vollständige Dekarbonisierung des gesamten Energieverbrauchs bis Mitte des Jahrhunderts vorsieht.