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Wörterbuch

Deutscher und Schweizer Abfälle

Sowohl Deutschland als auch die Schweiz verfügen über fortschrittliche Abfallmanagementsysteme, die als Modelle dienen. Deutschland zum Beispiel hat das erklärte Ziel alle 'waste of waste' (Vergeudung von Abfälle) zu eliminieren. Wo immer Materialien wiederverwendet, recycelt oder Energie aus Abfall gewonnen werden können, sind Richtlinien, Gesetze und Standards vorhanden, um sicherzustellen, dass dies geschieht. Es zeigt, dass gute Abfallverwaltung ist auch gute Wirtschaft!

  • Wiederverwertung in Deutschland
    • Deutschland hat eine der höchsten Raten von Recycling in der Welt. Im Jahr 2013, 69% der Abfälle erzeugten in Deutschland waren stofflich verwertet, und noch 10% ging in die energetische Verwertung, die weit über das bis zum Jahr 2020 EU-Ziel von 50% liegt.

      Das Kreislaufwirtschaftsgesetz (KrWG) ist das zentrale Bundesgesetz des deutschen Abfallrechts. Zweck des Gesetzes ist es, „die Kreislaufwirtschaft zur Schonung der natürlichen Ressourcen zu fördern und den Schutz von Mensch und Umwelt bei der Erzeugung und Bewirtschaftung von Abfällen sicherzustellen sowie insbesondere das Recycling und die sonstige stoffliche Verwertung von Abfällen zu fördern“.

      Die Verwertung von Kunststoffabfällen ist ein sehr wichtiges Thema in der modernen Abfallwirtschaft. Kunststoff, im Vergleich zu Metall, Glas, und Karte, ist nicht so einfach zu wiederverwerten. Aber die Menge von Kunststoff, dass jeden Tag gebraucht wird, ist ständig steigend. Und Kunststoff ist ein grosse Gefahr für die Umwelt, weil es nicht oder langzeitig biologisch abbaubar ist. Von der 11.76 Mio. Tonnen jährlichen Kunststoffproduktion, 42% (5.68 Mio. t) wird als gesammelten Kunststoffabfälle werkstofflich wiederverwertet.

      Die Abfallablagerungsverordnung, die in Kraft am 1. Juni 2005 getreten ist, macht es nicht mehr möglich Stoffe mit Verwertungspotentiell zu deponieren. Nur noch inerte Produkte mit einem Glühverlust von weniger als 5% Gewicht deponiert werden dürfen.

      Energetische Verwertung

      Das erste Prinzip ist die Vermeidung von Abfallerzeugen. Das zweite ist wo möglich die Verwertung von getrennt gesammelten Materialien. Für die Fraktionen die übrig sind, ist die beste Lösung Energiegewinnung statt einfache Deponierung.

      Sekundärbrennstoffe, wie Kunstoffabfall, dürfen in Müllverbrennungsanlagen (MVA) mit Energieauskopplung (sogenante Müllheizkraftwerke) für Energiegewinnung eingesetzt.

      Wenn den Energiegehalt von Altkunststoffen direkt in Kraftwerken verbrannt wird, gibt es das Problem der Rauchgasreinigung. Die Emissionsqualität wird von der deutschen 17. BImSchV geregelt.

      Kunststoff ist grundsätzlich Kohlenhydrat, und deshalb besitzt einen hohen Heizwert. Betriebstechnische Probleme sind vor allem Schwermetallgehalte in der Rostasche.

  • Schweizer Kunststoffpolitik
    • Schweizer Konsumenten verbrauchen pro Kopf etwa 85 kg Kunststoff. Davon entfallen 40% auf den Verpackungsbereich und 20% auf den Bausektor. Die ungetrennten Siedlungsabfälle enthalten etwa 15% Kunststoffe, was eine jährliche Kunststoff-Abfallmenge von ca. 10 kt ergibt.

      Die Technischer Verordnung über Abfälle (TVA) fordert die Separatsammlung und Verwertung von Abfällen, wenn die Verwertung sowohl technisch möglich als auch wirtschaftlich tragbar ist, und wenn die Umwelt durch die Verwertung weniger belastet wird als durch die Beseitigung. Aufgrund des geringen Einflusses auf die gesamte Siedlungsabfallmenge steht das BAFU (Bundesamt für Umwelt) der flächendeckenden Separatsammlung von Kunststoffen aber bislang ablehnend gegenüber.

  • Technische Verordnung über Abfall
    • Technische Verordnung über Abfall Schweiz (TVA).

      TVA Technische Verordnung über Abfall Schweiz, 2011.

  • Deutsches Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz
    • Das deutsche Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz regelt die Bewirtschaftung von Abfällen in Deutschland, mit einem Schwerpunkt die Entsorgung auf einer Deponie zu minimieren.

      Das deutsche Kreislaufwirtschafts- und Abfallgesetz, 1994 (KrWG PDF 208k), mit der Fortentwicklung des Abfallrechts durch das Kreislaufwirtschaftsgesetz 2012, sieht 3 Pfade für die Entsorgung vor:

      1. Selbstverantwortung für eigene Abfälle: wo möglich trennen für verwerten und Vorbehandlung. Sehe auch Verursacherprinzip.
      2. Kommunale Sammeln, Sortieren, Verwerten, Behandeln und Deponieren.
      3. Produzentenverantwortung: Hersteller und Vertreiber sind verpflichtet die Verpackungen und anderen Produkten, wie elektronische Schrott, zurückzunehmen, und selbst zu entsorgen.