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Wörterbuch

Deutscher Windmarkt

Die deutsche Energiepolitik wird seit Jahrzehnten weltweit geschätzt. Es wird jetzt wegen des Drucks von den schmutzigen Industrien verlangsamen. Was hält die Zukunft für das Modell-Energieprogramm der Welt?

Deutsche Offshore-Windenergieerzeugung

Im Jahr 2017 hat Deutschland seine Offshore-Flotte um 1,4 GW aufgestockt und damit insgesamt 1214 Offshore-Windturbinen in 18 großen Windparks mit einer Gesamtkapazität von 5,06 GW installiert, die jährlich ca. 15 TWh (2016 13 TWh, 2015 8,3 TWh, 80 TWh gesamte Wind) erzeugen. Die Bundesregierung plant, die installierte Leistung bis 2020 auf 6,5 GW Offshore auszuweiten. Derzeit arbeiten rund 20.000 Menschen in der deutschen Offshore-Industrie.

Die konstanteren und stärkeren Winde vor der Küste sowie die höheren und leistungsstärkeren Windturbinen führen zu einer fast doppelt so hohen Kapazität wie bei Onshore-Windparks. Das bedeutet, dass pro installiertem MW fast doppelt so viel Energie offshore produziert werden kann wie onshore. Eine 8 MW Offshore-Turbine wird fünfmal so viel Strom erzeugen wie eine 3 MW Onshore-Turbine. Eine einzige Umdrehung einer 8-MW-Turbine im Offshore-Bereich wird einen durchschnittlichen deutschen Haushalt 29 Tage lang mit Strom versorgen. Alle 75 Sekunden erzeugt eine Offshore-Turbine genug Strom, um einen Haushalt für ein Jahr zu versorgen. 9-MW-Turbinen wurden von MHI Vestas Offshore Wind im Jahr 2017 eingeführt.

Deutsche Offshore-Windparks

Deutsche Offshore-Windparks befinden sich vor allem in der Ausschließlichen Wirtschaftszone (AWZ), die außerhalb der 12-Meilen-Zone (22,2 km von der Küste entfernt) liegt. Damit soll die natürliche Umwelt des Wattenmeeres erhalten und eine Beeinträchtigung der Landschaft vermieden werden. Aufgrund der größeren Tiefen und Entfernungen sind die Kosten für den Bau und die Instandhaltung der Anlagen höher als bei den küstennahen Windparks, wie z.B. in Skandinavien und Großbritann

Deutsche Offshore-Windparks mit einer Leistung von mehr als 100 MW Ende 2017 in Betrieb. Sie befinden sich alle in der Nordsee, es sei denn, sie sind als Ostsee mit OS (Ostsee) gekennzeichnet:

NameKapazität /MWNr. AnlagenIn Betrieb
BARD Offshore I400802012
Veja Mate402672017
Global Tech I400802015
Wikinger (OS)353,5702017
Nordsee One332,1542017
Gode Wind 1330552017
Borkum Riffgrund 1312782015
DanTysk302,4802015
Amrumbank West302,4802015
Nordsee Ost295,2482015
EnBW Baltic 2 (OS)288802015
Butendiek288802015
Sandbank (Phase 1)288722017
Meerwind Süd/Ost288802015
Gode Wind 2252422017
Trianel Windpark Borkum (Phase 1)200402015
Riffgat113,4302014
Nordergründe110,7182017
Gesamt5057,71214

Die durchschnittliche Turbinengröße beträgt 4,17 MW und erzeugt jeweils 10,7 GWh bzw. 2,6 GWh pro installierter MW-Leistung. Dies entspricht einem durchschnittlichen Kapazitätsfaktor von 29,3%.

Deutsche Offshore-Windparks im Bau:

NameKapazität /MWNr. AnlagenIn Betrieb

Deutscher Offshore-Windpreis

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz EEG 2014 legt die Ausgangsvergütung für Offshore auf 15,4 €c/kWh fest, die für 12 Jahre nach Inbetriebnahme zu zahlen ist. Dies entspricht einer Grundvergütung von 3,9c/kWh. Ab dem 1. Januar 2018 unterliegt dieser Betrag einer Degression von 0,5 €c/kWh pro Folgejahr.

Betreiber von Offshore-Anlagen, die vor dem 1. Januar 2020 ans Netz gehen, haben die Möglichkeit des "Vergütungsmodells". Im Rahmen dieser Regelung erhalten sie in den ersten acht Jahren nach der Inbetriebnahme eine erhöhte Anfangsvergütung von 19,4 Cent pro Kilowattstunde. Die Degression der Vergütung beträgt ab dem 1. Januar 2018 1 €c pro Kilowattstunde.

Für Projekte, die nach 2021 ans Netz gehen, sieht das EEG 2021 vor, dass eine Ausschreibung zur Kostenreduzierung durchgeführt wird. Diese Ausschreibungsrunden begannen im März 2018. Bis Ende 2017 wurden 3,1 GW an Projekten für den Zeitraum 2021-25 vergeben.

Beim Repowering werden alte Turbinen durch weniger, größere, größere, höhere, effizientere und zuverlässigere Maschinen ersetzt. Einige Betreiber wechseln sogar relativ neue Maschinen für modernisierte Turbinen, einschließlich Softwareverbesserungen. Die LCOE (levelised cost of energy) der Windenergie sank weiter im 2017, da sich das Standort- und Instandhaltungs-Know-how verbesserte, die Turbinen standardisierter, größer und effizienter wurden.

Im Jahr 2016 lieferte die Offshore-Windenergie rund 18% der deutschen Windkraft und 2% des gesamten deutschen Strombedarfs, aber beide Anteile dürften rapide ansteigen.