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Wörterbuch

Deutsche Energietechnologie

Nach dem Zusammenbruch des Vertrauens in der Sicherheit der Nuklearindustrie nach der Katastrophe von Fukushima, begann Deutschland sofort eine dramatische Atomaussteigsprogramme. Die letzten Reaktoren werden bis 2022 stillgelegt. Dies ist für eine Reihe von Gründen: Sicherheit, Umwelt, soziale, politische, aber auch wirtschaftlich.

Abschaltung deutscher Kernkraftwerke

Zwischen der Ankündigung der nuklearen Abschottung nach Fukushima im April 2011 und Anfang 2018 wurden 10 der 17 Kernreaktoren in Deutschland abgeschaltet.

8 deutsche Kernkraftwerke, die seit 1975-1984 in Betrieb waren, wurden 2011 stillgelegt. Ein weiteres Werk (Grafenrheinfeld) wurde 2015 stillgelegt, und Gundremmingen B, ein 1,3 GW Siedewasserreaktor aus dem Jahr 1984, wurde im Dezember 2017 stillgelegt.

Hier ist eine Liste der verbleibenden 7 deutschen Reaktoren mit den entsprechenden Stilllegungsdaten:

NameErst im BetriebAnschaltungTypBrutto elek. Leist.Betreiber
Philippsburg 219852019DWR1.468 GW
Gundremmingen C19852021SWR1.344 GWKGG
Grohnde19852021DWR1.360 GWGGG
Brokdorf19862021DWR1.480 GWE.ON (80%) und Vattenfall (20%)
Isar 219882022DWR (IV)*1.485 GWE.ON
Emsland19882022DWR (IV)*1.406 GWKKW Lippe-Ems
Neckarwestheim 219892022DWR (IV)*1.400 GWEnBW

* DWR III/IV = 3./4. Generation Druckwasserreaktor; SWR = Siedewasserreaktor

Die Stilllegungs- und Entsorgungsphase dieser 9 Reaktoren wird bis 2035 dauern. Die Stilllegung der 17 Reaktoren wird bis 2035 rund 45 Milliarden Euro kosten. Zum Ende des Jahres 2015 fällt den Fondsrückstellungen mindestens 8 Mrd. Euro.

Deutsches Atomgesetz AtG

Das deutsche Gesetz über die friedliche Nutzung der Kernenergie und den Schutz vor nuklearen Gefahren (Atomgesetz 2011) regelt das Management der Kernenergieerzeugung, die Sicherheit ionisierender Strahlung, die Entsorgung nuklearer Abfälle und den Ausstieg aus der Kernenergie in Deutschland bis 2022.

Seit seiner Einführung im Jahr 1960 hat das deutsche Atomgesetz bis zum Zeitpunkt des Ausstiegs aus der Kernenergie im Jahr 2011 zwölf Änderungen erfahren. Die letzte Fassung trat am 29. Juli 2017 in Kraft.

Novellierung 2002

Eine Neufassung des Atomgesetzes, das am 27. April 2002 in Kraft getreten ist, auf der Grundlage der Vereinbarung zwischen dem Bund und den Energieversorgungsunternehmen vom 14. Juni 2000. Die Ausgabe 2002 des Kernenergiegesetzes enthält: ein Verbot neuer kommerzieller Kernkraftwerke; eine Begrenzung der durchschnittlichen Betriebsdauer bestehender Kernkraftwerke auf 32 Jahre; eine Begrenzung auf 2,62 PWh (2.620 Mrd. kWh), die von AKWs ab dem 1. Januar 2000 produziert werden könnte (dies ermöglichte der Industrie eine gewisse Flexibilität in Bezug auf Schließungen): bis Juni 2010 waren 62% dieser Menge produziert); Vermutung, dass die letzte verbliebene AKW bis 2021 abgeschaltet werden würde; Sicherheitsinspektionen wurden erstmals gesetzlich vorgeschrieben; Verbot des Exports von nuklearen Abfällen zur Wiederaufarbeitung (z.B. Nach dem 1. Juli 2005 mussten die Betreiber stattdessen ein Zwischenlager für verbrauchte Brennstäbe an den Reaktorstandorten einrichten; die Haftpflichtversicherungsgrenze beträgt 2,5 Milliarden Euro pro AKW, so dass die Betreiber für Schäden, die über diesen Betrag hinausgehen, direkt haften.

Novellierung 2010

Mit der am 14. Dezember 2010 in Kraft getretenen Novellierung des deutschen Kernenergiegesetzes konnten die Laufzeiten der sieben vor 1980 errichteten Kernkraftwerke um 8 Jahre (auf über 38 Jahre) und der übrigen Anlagen um 14 Jahre verlängert werden.

Novellierung 2011

Nach der nuklearen Katastrophe von Fukushima Daiichi vom 11. März 2011 wurde den sieben ältesten deutschen Kernreaktoren und AKW Krümmel (1984) ein dreimonatiges Moratorium auferlegt, und nachher die Konzession entzogen. Das Kernenergiegesetz wurde am 31. Juli 2011 (in Kraft getreten am 6. Aug

Nach dem Zusammenbruch des Vertrauens in die Sicherheitsgarantien der Nuklearindustrie nach der Katastrophe von Fukushima begann Deutschland sofort mit einem dramatischen Programm zur Abschottung der Kernenergie, das bis 2022 einen vollständigen Ausstieg aus der Kernenergie und der thermischen Erzeugung vorsieht. Das hat eine Reihe von Gründen: Sicherheit, Umwelt, Finanzen, Soziales, Politik, aber auch Finanzen.

Gundremmingen Nuclear Power Station
Kernkraftwerk Gundremmingen. Foto mit freundlicher Genehmigung von Felix Koenig