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Wörterbuch

Deutsche EnergieWende

  • Deutsche Energiewende
    • Die Energiewende ist die Umstellung einer Gesellschaft aus der Abhängigkeit von "schmutzigen Brennstoffen", wie Kohlenwasserstoffen und Uran, zu einer Energieversorgung auf der Basis nachhaltiger Erneuerbarer Energien. Die "Energiewende" findet in mehreren Ländern statt und genießt in Deutschland eine Sonderaktion.

      Die Energiewende ist das Resultat von zwei großen Problemen: die Nicht-Internalisierung der Sozial- und Umweltkosten in der konventionellen Energieversorgung, und das Klimawandel. Darüber hinaus wird die Dekarbonisierung der Energiewirtschaft durch die Beendigung der Nutzung fossiler Brennstoffe wie Erdöl, Kohle und Erdgas, eine langfristig stabilere Wirtschaft schaffen, und die Umweltverschmutzung erheblich reduzieren.

      In Deutschland wird die Kernenergie zwangsläufig im Jahr 2022 stillgelegt. Die Energiewende plant den Ersatz von Kernkraft und Fossilen durch erneuerbare Energieträger zur Stromerzeugung, schrittweise von der 27,4% in 2014, 35% in 2020, 50% in 2030, 65% in 2040, bis 80% in 2050.

      Wende-bezogene Thematik
      • Maßnahmen zur Reduzierung der Emissionen mit Schwerpunkt auf Treibhausgasen (THG), aber auch SOx-, NOx-, Ozon- und Partikel-Luftverschmutzung.
      • Erhöhte Durchdringung von Erzeugungsanlagen auf der Grundlage von intermittierenden ernererbaren Energien
      • Die Liberalisierung des Elektrizitätsmarktes (d.h. die Kontrolle der Fossilisten auf die Politik zu untergraben, und die Wahl der Verbraucher zu ermöglichen)
      • Verteilte Erzeugung (smartgrid und Mikrosysteme (z. B. Dächer PV) statt zentraler Erzeugung)
  • EEG-Umlage
    • Die Netzbetreiber sind für die Kosten der obligatorischen Vergütung belastet, die sie durch den Verkauf von auf dem Markt EEG-Strom zum Teil wieder einholen. Die Differenz zwischen dem Betrag, den sie für die Stromerzeugung an die Erzeuger zu zahlen haben, und ihre Einkünfte, bildet die Grundlage für die Berechnung der EEG-Abgabe, die von den Stromverbrauchern gezahlt wird.

      Im Jahr 2012, die Einnahmen waren 4,5 Mrd. Euro, und die Ausgaben (obligatorischen Vergütung) 19,5 Mrd. Euro. Der EEG-Umlage-Betrag belief sich somit auf 14,0 Mrd. Euro (72% des Preises).

      Verordnung zum EEG-Ausgleichsmechanismus (AusglMechV): Seit 17. Juli 2009, letzte Neufassung 17. Februar 2015 (Änderung 13.10.2016, in Kraft 01.01.2017): e.E.-erzeugter Strom wird an Übertragungsnetzbetreiber verkauft und daher nicht mehr von den die Endverbraucher beliefernden Versorgungsunternehmen abgenommen werden muss.

      Die zusätzlichen Kosten, die sich aus der Erzeugung von EEG-Strom ergeben, werden jedoch den Versorgungsunternehmen und damit auch den Endkunden über eine EEG-Abgabe belastet.

      Der mit der Verordnung beschlossene reformierte Wälzungsmechanismus gilt als entscheidender Faktor für das starke Absinken der Börsenstrompreise ab 2010 und den rapiden Anstieg der EEG-Umlage im gleichen Zeitraum

      Kritik

      Finanziell: die langfristig hohen Kosten für den Endverbraucher untergraben die Unterstützung der 93% der Deutschen, die den Ausbau der erneuerbaren Energien im Prinzip unterstützen.

      Verbraucherverbände kritisieren die ungleiche Verteilung der Belastung. Großverbraucher (im Jahr 2016, 2.137 große Industrieunternehmen) sind in hohem Maße von der Abgabe befreit (die gewährten EEG-Rabatte im Jahr 2014 war insgesamt &euro4,8 Mrd.). Die Belastung verlagert sich auf die kleinen und mittelständischen Unternehmen und den privaten Verbrauchern (nicht privilegierten Verbraucher).

      Industrie warnt vor möglichem Verlust der Wettbewerbsfähigkeit für die deutsche Industrie, da Deutschland höhere Standards als andere Länder hat, was den internationalen Markt zu einem ungleichen Spielfeld macht.

      Referenzen:

      Zusammensetzung des Strompreises 2016: durschschnittlicher Strompreis für Haushaltskunden in Deutschland:

      • Netzentgelte, Messung, Abrechnung: 7,07 Cent (24,6%)
      • EEG-Umlage: 6,35 Cent (6,85 Cent im 2017) (22,1%)
      • Stromerzeugung, Vertrieb: 6,11 Cent (21,3%)
      • Umsatzsteuer: 4,58 Cent (16%)
      • Stromsteuer: 2,05 Cent (7,1%)
      • Konzessionsabgabe: 1,66 Cent (5,8%)
      • sonst. Umlagen: KWK, §19 NEV Offshore: 0,86 Cent (3,0%)
      • Gesamt: 28,69 Cent je kWh
  • BMUB Energiepolitik
    • Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) (bis 17 Dez. 2013 Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU)) hat sich ehrgeizige und inspirierende Ziele im Hinblick Deutschlands Engagement Klimawandel durch Reduktion der Treibhausgase zu bekämpfen.

      Die konsequente Steigerung der Energieeffizienz ist ein wichtiger Schlüssel für eine nachhaltige Klima- und Energiepolitik und ist deshalb ein zentraler Bestandteil des Energiekonzeptes vom 28. September 2010 sowie der Energiewende-Beschlüsse vom 6. Juni 2011.

      Ziel ist es, bis 2020 den Primärenergieverbrauch gegenüber 2008 um 20 und bis 2050 um 50 Prozent, den Stromverbrauch bis 2020 gegenüber 2008 in einer Größenordnung von 10 und bis 2050 von 25 Prozent zu vermindern und die Energieproduktivität jährlich um 2,1 Prozent zu steigern.

      Des Weiteren wurde beschlossen, den Primärenergiebedarf des Gebäudebestandes langfristig mit dem Ziel zu senken, bis 2050 nahezu einen klimaneutralen Gebäudebestand zu haben. Der Wärmebedarf von Gebäuden soll bereits bis 2020 um 20 Prozent gesenkt werden.

      Deutschland setzt sich auch auf europäischer Ebene für ein anspruchsvolles und verbindliches Maßnahmenpaket zur Steigerung der Energieeffizienz ein, um europaweit eine Energieeinsparung um 20 Prozent bis 2020 zu erreichen.

      BMU Ziele

      Die nationale und europäische Klima- und Energiepolitik steht vor der Herausforderung, zugleich eine Lösung für die Bekämpfung des Klimawandels als auch für ökonomisch und sozial relevante Energiepreissteigerungen anzubieten.

      Über 80 Prozent der Treibhausgasemissionen Deutschlands sind energiebedingt. Die Klima- und Energiepolitik der Zukunft ruht deshalb auf den Säulen Erhöhung der Energieeffizienz und Ausbau der erneuerbaren Energien.

      Die nicht energiebedingten Treibhausgasemissionen stammen überwiegend aus den Sektoren Industrie und Landwirtschaft. Auch in diesen Sektoren müssen die Treibhausgasemissionen reduziert werden, um das langfristige Klimaschutzziel erreichen zu können. Langfristiges Ziel ist es, die Energieversorgung in Deutschland bis 2050 nahezu CO2-neutral zu gestalten, gegenüber 1990 ist hierfür eine Minderung der Treibhausgasemissionen von 80 bis 95 Prozent notwendig. Zwischenziele für 2020 und 2030 müssen mit – je näher liegend desto konkreteren – Maßnahmen und Instrumenten unterlegt werden.

  • Deutsche Energie-Gesetze
    • EDL-G ist das deutsche Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen.

      EDL-G Gesetz über Energiedienstleistungen und andere Energieeffizienzmaßnahmen, Stand: 15.4.2015