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Wörterbuch

Abfallwiederverwertung

Die erste Priorität in der Abfallwirtschaft ist die Abfallminimierung. Wie erfolgreich ist die Umwandlung der Wegwerfgesellschaft zu einer Abfalloses Wirtschaft? Ist Abfall als Ressource in vollem Umfang genutzt?

  • Wiederverwertung

    • Mit Wiederverwertung versteht Man die Wiedergewinnung von Materialien aus gebrauchten Produkten. Man unterscheidet in der Regel zwischen Wiedernutzung eines Produkts (zB Mehrzweckmilchflaschen) für den gleichen Zweck, und Wiederverwendung der einzelnen Materialien.

      Eine nachhaltige Politik für den Schutz der natürlichen Ressourcen gibt eine hohe Priorität auf die Schaffung geschlossener Stoffkreisläufe. Eine moderne Abfallpolitik ist ein wichtiger Teil davon, weil sie versichert, dass sämtliche Abfälle so viel wie möglich wiederverwendet werden.

      Recycling hat eine Reihe von Vorteilen gegenüber der Nutzung frischer Rohstoffen. Kosten können in vielen Fällen eingespärt werden, und es gibt Vorteile für die Umwelt von reduzierten Abfallmengen die die freien Natur erreichen, und die Verringerung der Abfallmengen, die auf Deponien entsorgt werden müssen.

      Environmental Science
      Wiedernutzung von Flasche kann Material einsparen, aber braucht Energie

      Die von Haus- und Gewerbemüll, wie Glas, Metall und Papier, gesammelte Material kann zum gleichen Zweck wiederverwendet werden (z.B. Zeitungen-Altpapier), oder das Material kann gereinigt, aufbereitet und für eine alternative Zweck verwendet (z.B. PVC aus Flaschen können in der Herstellung Polyester-Pullover verwendet werden).

      In der Vergangenheit, die Politik hat sich stark auf freien Marktinstrumente angewiesen. Dies führt zu Ineffizienzen bei der Beitreibung von Wertstoffen, und behindert die Entwicklung langfristiger Strategien. Politische Entscheidungen, die vor allem auf der Kosten für das Recycling im Vergleich zu den aktuellen Preis des Rohmaterials basiert sind, haben viele Länder behindert in ihrer Entwicklung des Know-how und der notwendigen Infrastruktur, um die sich schnell ändernden Anforderungen anzupassen.

  • Wiederverwertung in Europa

    • Im Jahr 2010 recycelt die 27 EU-Mitgliedstaaten 63 Millionen Tonnen ihren Siedlungsabfälle, darunter Glas, Papier, Metall, Textilien und Kunststoff. 48 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle wurde auch recycelt, wobei diese Zahl umfasst industrielle und gewerbliche Verpackungsabfälle.

      Recycling-Raten in Europa

      Country % MSW recycelt, mit Bioabfälle a % MSW recycelt, ohne Bioabfälle b % MSW in Deponie
      2001 2013 2001 2013 2001 2013
      Deutschland 48 62 34 45 25 2
      Frankreich 16 35 13 18 43 32
      Italien 18 36 12 23 75 48
      Österreich 58 63 24 30 42 8
      UK 12 39 8 25 81 49
      Schweiz 47 51 33 34 5 <1

      a Der Anteil der Siedlungsabfälle recycelt pro MSW erzeug, einschliesslich Material Recycling, und Kompostierung und Vergärung von Bioabfällen

      b Das Material Recyclingquote berechnet als Prozentsatz der Materialien recycelt aus den Siedlungsabfällen

      Im Jahr 2010 recycelt die 27 EU-Mitgliedstaaten 63 Millionen Tonnen ihren Siedlungsabfälle, darunter Glas, Papier, Metall, Textilien und Kunststoff. 48 Millionen Tonnen Verpackungsabfälle wurde auch recycelt, wobei diese Zahl umfasst industrielle und gewerbliche Verpackungsabfälle.

      In dieser Tabelle die Zahlen-Einheit ist kg/Kopf:

      Country Abfallerzeugung Wiederverwendung Deponie/ Entsorgung Verbrennung Kompost/ Digestion
      2001 2013 2001 2013 2001 2013 2001 2013 2001 2013
      EU 521 481 88 131 278 146 82 123 50 71
      Deutschland 632 617 238 290 161 1 140 218 92 108
      Frankreich 526 530 72 110 214 150 174 180 65 89
      Italien 516 491 62 122 349 181 44 99 30 72
      Österreich 576 578 140 142 192 23 65 202 231 192
      UK 691 482 54 133 473 165 43 102 19 77
      Schweiz 660 702 218 236 28 0 325 344 89 122

      Datenquelle: ec.europa.eu/eurostat

  • Nebenprodukt

    • Verfahren in der Regel konvertieren Rohstoff oder halb-fertigte Produkte in: Fertigprodukte, Nebenprodukte, und Abfälle.

      Ein Nebenprodukt ist nicht das beabsichtigte Ziel des Verfahrens, aber trotzdem kann eine Nettowert für den Erzeuger sein, also wird nicht weggeworfen, welche der Fall mit Abfall ist. Die Einnahmen aus Nebenprodukte, können die Kosten des Primärprodukts versetzen. Ein Beispiel ist die Rauchgasentschwefelung: das primäre Ziel ist die Entfernung von Schadstoffen aus der Abluft, welche zu einer verkaufsfähigen Nebenprodukt, Kalziumcarbonat (Bauputz), führen kann.

  • Erneuerbares Design

    • Selbst-erneuerbares Design ist ein prozess-orientiertes Design, das Nachhaltigkeit durch innovative Ansätze zur energetischen und stofflichen Nutzung gewährleistet. Regenerative auf den bestmöglichen, das Energie und Material wird durch das Produkt selbst zurückgewonnen.

  • Abfall als Ressource

    • Deutschland, Österreich und die Schweiz sind führend in der effizienten Verwertung von Abfallressourcen. Sie bieten Modelle für die Integration von Abfallbewirtschaftungsstrategien mit anderen Zielen, wie z.B. Verringerung der Treibhausgasemissionen und Energiesicherheit.

      Eine Politik zur Bekämpfung des Klimawandels durch die Verringerung der Nutzung fossiler Brennstoffe kann teilweise durch die Nutzung der Energiegehalt der Abfälle erfüllt werden.

      Doch in vielen Ländern herrst sehr niedrigen Energierückgewinnungsquoten. Zum Teil ist dies wegen des Mangels an Infrastruktur (Getrennt-Sammeleinrichtungen und Abfall-zu-Energie Verbrennungsanlagen), teils aufgrund der Kurzsichtigkeit der Politiker. Die Unvorhersehbarkeit von Angebot und Preis der fossilen Brennstoffen kann durch die Energie-aus-Abfall Wiedergewinnung abgesichert werden.

      Länder wie die USA, die auf wirtschaftlichen Kriterien beruhen fast ausschließlich, haben eine enorme Haftung geschaffen, nicht nur in der mangelnden Infrastruktur, sondern der alle wichtigen Beteiligung der Öffentlichkeit.

      Müllverbrennungsanlage
      Müllverbrennungsanlagen können etwa 600-1000 Tonnen gemischte Abfälle pro Tag verbrennen.

      Das Versagen der freien Marktkräfte, um bewährte Praktiken in effiziente Ressourcennutzung zu fördern, kann durch Gesetzgebung korrigiert werden. Die Gesetzgebung um ökonomische Einzel-Parameter Denken zu korrigieren kann grundsätzlich durch öffentliche Sensibilität für die breiteren Themen unterstutzt werden. Ohne Grassroot-Unterstützung, werden die Fragen zur Pingpong der populistischen Politik. Wenn die Probleme wissenschaftlich und auf nationaler oder globaler Ebene behandelt werden, können sie die Abfälle-Ressourcendebatte zur Klimapolitik, Versorgungssicherheit und verantwortungsvolle und zeitgerechte Entwicklung von Alternativen ausbreiten.

      Die Instrumente die zur Verfügung der politischen Entscheidungsträgern stehen, umfassen befristete Subventionen für alternative Technologien, Gebühren für die Beseitigung der Abfälle, nicht-fossilen Verpflichtungen (Quoten für erneuerbare Energien, usw.), Kraftstoffsteuern, und Verbote für bestimmte Optionen der Abfallentsorgung. Ein Beispiel des letzteres ist das Verbot in Deutschland auf die Deponierung biologisch abbaubarer Stoffe.

      Müllverbrennungsanlage Vorschubrost
      Die Müllverbrennungsanlage Vorschubrost ermöglicht die Bewegung von bis zu 35 Tonnen Abfall pro Stunde durch die Brennkammer, die Optimierung der vollständigen

      Der EEA Bericht, Managing municipal solid waste, 2013 — a review of achievements in 32 European countries, zeigt unzweibedeutig, dass wenn diese Politik implementiert wurden, sie haben eine klare Auswirkung auf der Abfallwirtschaftsleistung, und erreichen damit eine hohe allgemeine Akzeptanz von der Bevölkerung. Alle Ziele der Treibhausgas-Emissionsreduktion, Umweltschutz, öffentliche Gesundheit, und Wirtschaft, sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz erfolgreich überschritten. Andere europäische Länder sind langsamer mit der Vollziehen dieser Politik.

      Recycling
      Recycling hat auch seine Kosten

      Ein weiterer guter Grund, eine fortschreitende Abfallwirtschaftspolitik zu erschaffen, ist die zukünftige Knappheit von Wertstoffen zu verhindern. Durch die Verwendung des aktuellen Marktpreises für Primärstoffe als Maßstab dafür, ob diese Materialien aus Abfällen wiedergewonnen sollen, führt zu oft zur Verlust dieser wertvolle Ressource in der Deponie.

      Metalle, die nicht aus Elektronikschrott wiedergewonnen werden, zum Beispiel, gehen nicht nur als Ressource verloren, aber erschaffen eine langfristigen Umweltgefahr, mit nahe externalisierten und zukünftigen Kosten. Deutschland ist derzeit bemüht, Metallen aus Elektronikschrott zu erholen, auch wenn der aktuelle Marktpreis macht es billiger für die Hersteller, frisches Material zu importieren.

  • Kunstoffwiederverwertung

    • Kunststoffe sind billig herzustellen und leicht und einfach zu lagern. Sie ergeben luftdichte, hygienische und harte Behälter und starke, leichte Füllkörper und sind daher ideal als Verpackungs- und Transportmaterial und für Lagerungen. Die Kunststoffproduktion verwendet 8% der weltweiten Erdölproduktion, was 7 Millionen Barrel pro Tag entspricht. Die Hälfte dieses Öls dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunststoff, die Hälfte wird im Zuge des Produktionsprozesses selbst verbraucht. Eine Verringerung der Kunststoffproduktion würde den Energieverbrauch und die Emissionenen von Kohlendioxid (CO$_2$), Stickstoff-Oxid (NO) und Schwefeldioxid (SO$_2$) die während der Herstellung entstehen, reduzieren und den biologisch nicht abbaubaren Abfall in den Deponien verringern.

      Es gibt folgende drei Wege, um den größten Nutzen aus Kunststoffen zu ziehen:

      Wiederverwendung

      Die geringen Kosten von Kunststoffe haben negative Auswirkungen auf die Häufigkeit der Wiederverwertung und Wiederverwendung. Glücklicherweise verändert das Konzept der Wiederverwendung von Einkaufstaschen die Gewohnheit der Konsumenten, Wegwerf-/Einwegtaschen zu verwenden, unter denen die Umwelt seit Jahrzehnten gelitten hat.

      Auf ähnliche Weise können Transportkisten, Lagerbehälter und viele andere Kunststoffgegenstände von der Industrie und dem Handel wiederverwendet werden. Es wurden bereits Vorschriften erlassen, um sicherzustellen, dass die wirtschaftlichen Kriterien nicht die einzigen Faktoren sind, die beim bei der Behandlung und Verwertung von Kunststoffen berücksichtigt werden.

      Kunststoff-Recycling
      Recycling
      Recycling hat auch seine Kosten

      Die erste Herausforderung beim Recyceln von Kunststoffen ist, die getrennte Sammlung vonseiten des Verbrauchers zu erwirken. Nur sortenreine Kunststoffe garantieren die gewünschte Produktqualität. Eisen- und Aluminiumdosen können mithilfe von Magneten vom übrigen Abfall getrennt werden, Kunststoffabfälle dagegen müssen immer noch von Hand nach den jeweiligen Polymer-Kategorien und Farben für die Sammlungs- oder Wiederaufarbeitungsanlagen sortiert werden. Bereits leichte Verunreinigungen des Rohmaterials durch Fremdkunststoffe beeinträchtigen die gewünschten Materialeigenschaften. Einige Technologien wie Röntgenfluoreszenz, Infrarot- und Nahinfrarotspektroskopie, Elektrostatik und Flotation wurden entwickelt, um die Sortierung zu erleichtern.

      Die Sammlung und Verwertung von sortenreinen Produktionsabfällen aus Gewerbe- und Industriebetrieben und aus Bauprojekten sind gut etabliert und effizient. Aber bei Privathaushalten und Kleingewerben ist, ausser bei PET-Getränkeverpackungen, die separate Sammlung von Kunststoffabfällen wegen der kleinen Mengen, des umweltbelasteden Transports und des Reinigungsaufwands nur wenig ausgebaut.

      Die zweite Hürde betrifft die Möglichkeiten der Reinigung und Entfernung von Verunreinigungen (wie z. B. Papieretiketten und Klebstoffreste) sowie die Farbmischungen und die Wirtschaftlichkeit der Verwertung des gesammelten Materials. Mechanisches Recycling schliesst das Schmelzen, Schreddern oder Granulieren der Abfälle ein. So werden die sortierten Kunststoffe entweder direkt oder nach dem Shreddern geschmolzen, und danach erneut granuliert.

      Die rohstoffliche Verwertung (Feedstock Recycling) umfasst das Brechen der Polymere in ihre Monomer-Komponenten, die dann in Raffinerien und in petrochemischen und chemischen Industrien verwendet werden. Zu den zu diesem Zweck entwickelten Technologien gehören die Pyrolyse, die Hydrierung, die Vergasung und das thermische Cracken. Ein Vorteil des rohstofflichen Recyclings gegenüber werkstofflichem Recycling ist die höhere Verunreinigungstoleranz. Die rohstoffliche Verwertung ist allerdings kapitalintensiv und bedarf daher relativ großer Mengen (mehr als 50 kt pro Jahr), um sie wirtschaftlich zu machen. Eine Tonne von Kunststoffen entspricht 20.000 zwei Liter Getränkeflaschen oder 120.000 Tragetaschen.

      Kunststoff kann recycelt werden, um für diverse Produkten wie Polyethylen-Abfallbeutel und -Tragetaschen, Rohrleitungen aus PVC, Gebäudeelemente wie Bodenbeläge, Fensterrahmen und Dämmplatten, Gartenmöbel, Kleidung (z. B. Fleece) und Bürozubehör (wieder)verwendet zu werden.

      Energiegewinung aus Kunststoffabfall
      Hazardous waste
      Abfall-zu-Energie-Verbrennungsanlage, Amsterdam

      Der erste Grundsatz im Abfallmanagement ist die Vermeidung von Abfallerzeugung. Der zweite ist, soweit möglich, die Wiederverwendung oder Wiederverwertung von Stoffen, die von dem regulären Abfallstrom getrennt gesammelt wurden. Die übrigen Abfälle werden, soweit der Energiehaushalt es erlaubt, für die Energiegewinnung verwendet. Nur die Reststoffe, die nicht wiederverwendet oder wiederverwertet werden können oder die keinen Energiewert besitzen, sollten unter sorgfältig kontrollierten Bedingungen deponiert werden (landfill).

      Altkunststoffen können in einer modernen Kehrichtverbrennungsanlage (KVA) (waste-to-energy plant) verbrannt werden, um Elektrizität zu erzeugen. Die dabei entstehenden Rauchgase müssen gereinigt (scrubbed) werden, weil sie Dioxine und andere Verunreinigungen enthalten.

      Kunststoffabfälle-Recycling ist durch DIN ISO 15270:2008, und ISO 14001:2004 für Umweltmanagement-Kontrolle des Recycling-Praxis, abgedeckt.

  • Kunstoff-Wiederverwertung in der EU

    • Kunststoffe werden immer mehr wiederverwertet in Europa.

      Recycling Rates in Europa

      Prozent der Verpackungmaterialien recycelt:

      Country20042013 EU54.6% (2005)64.5% (2012) Germany69.6%71.8% Norway70.3%54.5% Austria66.2%66.6% UK49.7%64.6% Italy53.3%66.6% (2012) France50.7%66.4%

      Recovery rates for packaging wastes. These figures include incineration at waste incineration plants with energy recovery:

      Land20022013
      EU66.8% (2005)78.5% (2012)
      Deutschland77.9%97.7%
      Frankreich62.3%75.4%
      Italien56.4%76.3% (2012)
      Switzerland74.6%96.1%
      UK50.1%72.7%

      Pro Jahr in der EU nutzt jede Person 200 Plastiktüten – die meisten sind nach nur einem Gebrauch weggeworfen. Das EU-Parlament hat beschlossen, den Verbrauch deutlich zu reduzieren: bis Ende 2019 sollen EU-weit nur noch 90 leichte Kunststofftragetaschen pro Person verwendet werden wie im Jahr 2010, und bis 2025 nur noch 40 Tüten pro Person und Jahr. In Deutschland sind es derzeit 71. Die EU-Mitgliedstaaten sind verpflichtet, die Ziele zu erreichen, indem sie eine Bezahlpflicht oder ähnlich wirksame Maßnahmen einführen.