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Kunststoff als Ressource

Kunststoffe sind eine unausgeschöpfte Ressource von Energie und Materialien

Plastic waste
Kunststoff-Abfälle sind Ressourcen

Die Liebesbeziehung mit synthetischen Materialien verwandelte sich in einen Alptraum, als Millionen Tonnen von weggeworfenen Kunststoffabfällen in die Biosphäre gelangten. Ihre Eigenschaften der Haltbarkeit und Nicht-Abbaubarkeit, die von der Fertigungsindustrie so geschätzt wurde, wurde zur großen Belastung für die Umwelt. Die Natur kann nichts mit unnatürlichen Produkten anfangen.

Einige Regierungen haben das Potential der Kunststoff als Ressource zum teil realisiert, aber viele andere nicht. Also, wie ist Kunststoff am besten benutzt?

Kunststoffe sind billig herzustellen und leicht und einfach zu lagern. Sie ergeben luftdichte, hygienische und harte Behälter und starke, leichte Füllkörper und sind daher ideal als Verpackungs- und Transportmaterial und für Lagerungen. Die Kunststoffproduktion verwendet 8% der weltweiten Erdölproduktion, was 7 Millionen Barrel pro Tag entspricht. Die Hälfte dieses Öls dient als Ausgangsstoff für die Herstellung von Kunststoff, die Hälfte wird im Zuge des Produktionsprozesses selbst verbraucht. Eine Verringerung der Kunststoffproduktion würde den Energieverbrauch und die Emissionenen von Kohlendioxid (CO$_2$), Stickstoff-Oxid (NO) und Schwefeldioxid (SO$_2$) die während der Herstellung entstehen, reduzieren und den biologisch nicht abbaubaren Abfall in den Deponien verringern.

Es gibt folgende drei Wege, um den größten Nutzen aus Kunststoffen zu ziehen:

Wiederverwendung

Die geringen Kosten von Kunststoffe haben negative Auswirkungen auf die Häufigkeit der Wiederverwertung und Wiederverwendung. Glücklicherweise verändert das Konzept der Wiederverwendung von Einkaufstaschen die Gewohnheit der Konsumenten, Wegwerf-/Einwegtaschen zu verwenden, unter denen die Umwelt seit Jahrzehnten gelitten hat.

Auf ähnliche Weise können Transportkisten, Lagerbehälter und viele andere Kunststoffgegenstände von der Industrie und dem Handel wiederverwendet werden. Es wurden bereits Vorschriften erlassen, um sicherzustellen, dass die wirtschaftlichen Kriterien nicht die einzigen Faktoren sind, die beim bei der Behandlung und Verwertung von Kunststoffen berücksichtigt werden.

Kunststoff-Recycling

Recycling
Recycling hat auch seine Kosten

Die erste Herausforderung beim Recyceln von Kunststoffen ist, die getrennte Sammlung vonseiten des Verbrauchers zu erwirken. Nur sortenreine Kunststoffe garantieren die gewünschte Produktqualität. Eisen- und Aluminiumdosen können mithilfe von Magneten vom übrigen Abfall getrennt werden, Kunststoffabfälle dagegen müssen immer noch von Hand nach den jeweiligen Polymer-Kategorien und Farben für die Sammlungs- oder Wiederaufarbeitungsanlagen sortiert werden. Bereits leichte Verunreinigungen des Rohmaterials durch Fremdkunststoffe beeinträchtigen die gewünschten Materialeigenschaften. Einige Technologien wie Röntgenfluoreszenz, Infrarot- und Nahinfrarotspektroskopie, Elektrostatik und Flotation wurden entwickelt, um die Sortierung zu erleichtern.

Die Sammlung und Verwertung von sortenreinen Produktionsabfällen aus Gewerbe- und Industriebetrieben und aus Bauprojekten sind gut etabliert und effizient. Aber bei Privathaushalten und Kleingewerben ist, ausser bei PET-Getränkeverpackungen, die separate Sammlung von Kunststoffabfällen wegen der kleinen Mengen, des umweltbelasteden Transports und des Reinigungsaufwands nur wenig ausgebaut.

Die zweite Hürde betrifft die Möglichkeiten der Reinigung und Entfernung von Verunreinigungen (wie z. B. Papieretiketten und Klebstoffreste) sowie die Farbmischungen und die Wirtschaftlichkeit der Verwertung des gesammelten Materials. Mechanisches Recycling schliesst das Schmelzen, Schreddern oder Granulieren der Abfälle ein. So werden die sortierten Kunststoffe entweder direkt oder nach dem Shreddern geschmolzen, und danach erneut granuliert.

Die rohstoffliche Verwertung (Feedstock Recycling) umfasst das Brechen der Polymere in ihre Monomer-Komponenten, die dann in Raffinerien und in petrochemischen und chemischen Industrien verwendet werden. Zu den zu diesem Zweck entwickelten Technologien gehören die Pyrolyse, die Hydrierung, die Vergasung und das thermische Cracken. Ein Vorteil des rohstofflichen Recyclings gegenüber werkstofflichem Recycling ist die höhere Verunreinigungstoleranz. Die rohstoffliche Verwertung ist allerdings kapitalintensiv und bedarf daher relativ großer Mengen (mehr als 50 kt pro Jahr), um sie wirtschaftlich zu machen. Eine Tonne von Kunststoffen entspricht 20.000 zwei Liter Getränkeflaschen oder 120.000 Tragetaschen.

Kunststoff kann recycelt werden, um für diverse Produkten wie Polyethylen-Abfallbeutel und -Tragetaschen, Rohrleitungen aus PVC, Gebäudeelemente wie Bodenbeläge, Fensterrahmen und Dämmplatten, Gartenmöbel, Kleidung (z. B. Fleece) und Bürozubehör (wieder)verwendet zu werden.

Energiegewinung aus Kunststoffabfall

Hazardous waste
Abfall-zu-Energie-Verbrennungsanlage, Amsterdam

Der erste Grundsatz im Abfallmanagement ist die Vermeidung von Abfallerzeugung. Der zweite ist, soweit möglich, die Wiederverwendung oder Wiederverwertung von Stoffen, die von dem regulären Abfallstrom getrennt gesammelt wurden. Die übrigen Abfälle werden, soweit der Energiehaushalt es erlaubt, für die Energiegewinnung verwendet. Nur die Reststoffe, die nicht wiederverwendet oder wiederverwertet werden können oder die keinen Energie

Artikel von Andrew Bone, Montag, den 14 Dezember 2015