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Die Rückkehr der Eis-POPs

Unsere vergangenen Verbrechen waren auf Eis gelegt, aber nun kehren sie zurück mit aller Macht

Sareghi Carega
Sadeghi Carega in einem Korallenriff. Ozeane erhalten persistente organische Schadstoffe von Industrie aus der ganzen Welt

Schadstoffe in der Atmosphäre, emittiert von Industrien in Nord-Amerika und Europa vor und für über 50 Jahren, sind in Eismassen überall der Welt gefunden worden. Dort sassen sie wie Zeitbomben, und warteten für eine Gelegenheit, zurückkehren und Rache an uns zu nehmen.

Diese Chance kam mit der Beschleunigung der globalen Erwärmung. Robben in der Arktis zeigen Spitzen in den PCB-Konzentrationen in den Niedrigen-Eis Jahren, und Seesedimenten in Europa werden mit giftigen Schadstoffen aus dem schmelzenden Gletschernwasser gefüllt. Umwelt.Science folgt die Geschichte durch die Ergebnisse zweier Forschungsteams, eines in Kanada und eines in der Schweiz.

Vor einigen Jahrzehnten, konnten Industrien in Europa und Nordamerika große Mengen an giftigen Chemikalien in die Luft und See ohne viel Hindernis pumpen. Viele von diesen waren persistenten organischen Verbindungen (POVs, auf Engl. POPs). Ihre Persistenz bedeutet, dass sie in der Regel Halbwertzeiten in der Größenordnung von Jahrzehnten nachweisen, und als Folge, einmal erlaubt, die Biosphäre zu betreten, können in den Meeres- und Luftströmen um den Planeten zirkulieren.

Das Schlimmste daran ist, dass sie von Organismen wie Algen und Fisch einfach aufgenommen werden, und mit Biomagnifikation, die Nahrungskette hinauf durch Vögel, Robben und Wale, und schließlich in den Menschen erlangen. Polychlorierte Biphenyle (PCBs) und andere POPs werden leicht durch Fett absorbiert, und Meeressäuger mit sehr hohen Konzentrationen, angesammelt über viele Jahre, wurden gefunden.

Der Klimawandel ist real und gegenwärtig, und die Effekte sind nicht gleichmäßig verteilt. Die Erdpolen sich erwärmen etwa doppelt so schnell wie die globale Durchschnittstemperatur. Als das Eis in der Arktis schmilzt, werden die POPs und andere Schadstoffe ins Meer freigelassen, wo sie von Organismen wie Plankton und Fisch aufgenommen werden. Diese sind von großeren Tieren wie Walen und Robben in großen Mengen aufgefressen, und die Schadstoffe akkumulieren in deren Körpern. Bis sie auf dem menschlichen Menü landen, hat sich die Dosis auf gefährliche Werte vergrößert.

Forscher in Nordkanada[1] haben die Schwankungen in Konzentrationen von Schadstoffe wie PCB und Quecksilber in Robbenspeck über drei Jahrzehnten gemessen. Sie haben entdeckt, dass die Konzentrationen in Niedrig-Eis Jahre erhöhen, also wenn die Erde-Erwärmung am größten ist. Da diese Schadstoffe um den Planeten in der See- und Luftströmungen gereist sind, bevor sie in das Eis abgeschieden wurden, ist es wahrscheinlich, daß sie das Eis überall kontaminiert haben.

Oberaar Lake
Oberaar See, in der Nähe von Bern, Schweiz

Diese beunruhigende Idee ist näher zu Hause bestätigt, in Mitteleuropa. Der Oberaar See, in der Nähe von Bern, Schweiz, hat Sedimente die hohe Konzentrationen von Schadstoffen enthalten, wie einige seit den 1970er Jahren verbotene Pestizide. Gletscherschmelze hat diese Chemikalien wieder in Umlauf freigegeben, finden ein Team von der Eidgenössischen Technischen Hochschule, Zürich (ETH)[2]. Wenn die Gletscher weiter schmelzen, gibt es wenig, dass getan werden kann um die Freigaben zu verhindern.

1 Research team leader: Gary Stern, an der kanadischen Abteilung für Fischerei und Ozeane in Winnipeg, Manitoba (Canada's Department of Fisheries and Oceans in Winnipeg, Manitoba)

2 Research team leader: Christian Bogdal, ein Umweltchemiker an der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich (ETH)

Artikel von Andrew Bone, Sonntag, den 19 Juni 2016