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Deutsche Energie

Wie wird Deutschland sein ehrgeiziges Versprechen auf eine umweltfreundlichere Energiewirtschaft erfüllen?

Wind turbine
Deutschland führt das weltweit engagiertesten Programm für erneuerbare Energien

Deutschland hat vor Kurzem seinen Ausstieg aus der Atomenergieerzeugung angekündigt. Außerdem schlägt Deutschland eine Erhöhung der erneuerbaren Energien vor, um eine Erhöhung der Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen zu vermeiden.

Aber seit der Schließung von 8 AKWs nach der Fukushima-Entscheidung zum Atomausstieg von 2011, ist die Verbrennung von Kohle gestiegen und unterstreicht damit die Schwierigkeit CO2 ohne Unterstützung von Kernkraftwerken zu reduzieren.

No-nukes sticker
Der Aufkleber der Anti-Atomlobby in Deutschland

Bis Ende 2022 werden auch die letzten deutschen Kernreaktoren schließen. Wie sieht der Plan für den neuen Energie-Mix aus?

Die deutsche Regierung will bis 2020 Kohlendioxid-Emissionen um 40% bzw. bis 2050 um 80% gegenüber dem Level der Emissionen im Jahr 1990 reduzieren.

Dieses Ziel deutet den Ersatz fossiler Brennstoffe durch erneuerbare Energieträger an, wenn Einsatz von nuklearer Energie keine Option bleibt. Im Jahr 2007 hat die Regierung den Bau von 26 neuen Kohlekraftwerken trotzdem genehmigt.

Die Ziele, bis 2025 mindestens 40% und bis 2035 sogar 55-60% des gesamten deutschen Stroms aus erneuerbaren Energien zu erzeugen, scheinen mittlerweile [2016] machbarer als zu dem Zeitpunkt, in dem das Gesetz zu erneuerbaren Energien im Jahr 2000 formuliert wurde. In den dazwischen liegenden Jahren hat der deutsche Einsatz von sauberen, erneuerbaren Energien eine beispiellose Zunahme erfahren. Der Mix aus Wind und Solar erlaubt auch Flexibilität bei der Versorgung und hilft zudem durch den Ausgleich der Nachfragespitzen effizienter mit den traditionellen, schmutzigen Kraftwerken zu arbeiten.

Open-cut coal mine
Braunkohletagebau

Eine der positiven Entwicklungen des letzten Jahrzehnts ist die obligatorische Verbrennung von Siedlungsabfällen in Deutschland und in der Schweiz. Abfälle, die nicht effektiv recycelt oder anderweitig genutzt werden können, werden in einer MVA (Müllverbrennungsanlage) verbrannt, um die darin enthaltenen Energie zurückzugewinnen. Diese Wärme wird für Fernwärme oder zur Stromerzeugung genutzt. Die anderen Länder Europas nutzen diese Ressourcen nur teilweise.

Die EU verbringt im Durchschnitt immer noch ca. 30% ihrer allgemeinen Abfälle in Deponien, wodurch der potenziale Wert, der durch Recycling, Wiederverwertung, Kompostierung oder Energierückgewinnung erlangt werden könnte, verloren geht. Die Schweiz und Deutschland sind die einzigen Staaten der Welt die diese verschwenderische Praxis so gut wie komplett eliminiert haben.

Artikel von Andrew Bone, Mittwoch, den 08 Juni 2016