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CO2-Emissionen übersteigen Worst-Case-Szenarien

Die frühesten Projektionen des IPCC waren zunächst pessimistisch, aber letztlich erwies sich als sehr optimistisch

IPCC Bericht 1992
IPCC Zusatz-Bericht 1992
DI26 LANG = de

Im Jahr 1992 das Zwischenstaatlicher Ausschuss über Klimaveränderung, IPCC, legte einen Zusatzbericht zum 1990-Bericht der Arbeitsgruppe I vor. Die Befunde dieses Berichts hatten die Verhandlungen am Erdgipfel (UNCED 1992, 'Rio Earth Summit') stark beeinflusst, wurden in der UNFCCC (UN-Rahmenkonvention zum Klimawandel) verkörpert, und sind zu einen Referenzpunkt für zukünftigen IPCC-Berichte geworden. Es ist interessant auf ihre Methodik und Projektionen im Lichte der zwischenzeitlichen 25 Jahren Klimaforschung zurückzublicken.

Der Bericht ist bemüht zu betonen, dass ihre Ergebnisse auf fehlende Daten sehr empfindlich sind, und es gibt eine große Anzahl von unbekannten Faktoren, und deshalb sind nicht als bloße Vorhersagen zu verstehen. Sie weisen darauf hin, dass einige Effekte haben sowohl positives als negatives GWP (global warming potential = Erdwärmungspotenzial), wie zum Beispiel der Wasserdampf teilweise die einkommende Sonnenstrahlung abschirmt, aber macht auch einen Beitrag zum Treibhauseffekt, in das er die Infrarotausstrahlung von der Oberfläche einsperrt. Die Entwaldung und FCKW waren zwei Bereiche erheblicher Unsicherheit, die im Bericht ausführlich erörtert worden.

CO2-Emissionen aus Energie, Betonproduktion und Entwaldung werden bis Jahr 2100 prognostiziert, innerhalb einem Bereich von 7 Szenarien: SA90, IS92a-f. Drei dieser Szenarien nutzen Weltbank Bevölkerung Projektionen, und drei UN 'Low' und 'High' Bevölkerungswachstum-Fälle. Das angenommene durchschnittliche Wirtschaftswachstum variert von 1,2% (IS92c) bis auf 3,5% (IS92e). Die Mischung aus Energieverbrauch und die Wahl der Versorgung (ob Fossil oder Erneuerbar) stark variiert, und beinhaltet Projektionen im Preis der Solarenergie im Vergleich zu den Fossilen. Die Szenarien integrierten auch Projektionen in Bezug auf die Wirkung von internationalen Abkommen, und der Grad der Einhaltung der dann vor kurzem vereinbarten Einschränkungen der FCKW-Emissionen (Protokoll von Montreal 1987).

Der Bericht präsentiert die Ergebnisse in Form eines Graphen des Szenarien-Bereichs von CO2-Emissionen, in GtC (Gigatonnen Kohlenstoff). Spätere Berichte verwendeten die Einheit CO2-Äquivalent, die nicht CO2-Kohlenstoff-Quellen der Treibhausgasen zurechnet. Der Konversionsfaktor ist das Verhältnis der Molekularmassen Kohlendioxid (44) zu Kohlenstoff (12), oder 3,67.

Vergleich der IPCC Berichte 1992 und 2014

Jährliche CO2-Äquivalent-Emissionen aus allen anthropogenen Quellen

Jahr1992 Bericht /GtCO22014 Bericht /GtCO2
199022,022,0
200026,6 - 31,225,0
201027,5 - 42,250,3
202030,2 - 49,552,0 - 59,0
203030,0 - 58,742,0 - 69,0

Der 2014 Bericht nimmt als Grundlage 4 Niveaus von Engagement für die Agenda aus der kommenden Konferenz in Paris (Dez. 2014): "Business as usual", "Schwächere Verpflichtung (Weak Pledge)", "Stärkere Verpflichtung (Strong Pledge)" und "2°C-Pfad".

Bemerkungen:

Der Bericht von 1992 war zu pessimistisch für den kurzfristigen Zeitraum. Im Jahr 2000 hat sich die tatsächlichen Emissionen unter dem vorhergesagten Bereich gesunken. Dies erwies sich als nur eine kurzfristige Wirkung zu sein, vor allem dank der Reduktion der schmutzigen Industrie und Kfz-Emissionen aus Osteuropa, im Folge ihrer Öffnung nach Westen.

In seinen späteren Projektionen war der Bericht von 1992 zu optimistisch. Die tatsächlichen CO2-Emissionen im Jahr 2010 übertrafen sogar das Worst-Case-Szenario. Stärkere Verpflichtung (55 GtCO2) und 2°C (42 GtCO2) in dem 2014-Bericht beide fallen innerhalb des oberen Teils des Bereichs für 2030 in der 1992 Projektion, aber Business as Usual und Schwäche Verpflichtung nehmen uns wohl über dem vorhergesehenen Bereich.

Artikel von Andrew Bone, Sonntag, den 25 September 2016