Disabled Javascript!  

Science Library.info

 You are reading this message because you have attempted to access a page on www.umwelt.science which requires Javascript to be enabled.

Javascript is an essential tool for much functionality on the internet, and is perfectly safe to use, since modern browsers prevent abusive use. If you have it disabled, you will not be able to run any interactive software.

You can enable it from the menubar of your browser, following these instructions: Instructions for enabling Javascript on different Browsers

Umwelt-Forum

Jüngste Posts

Natur- und Sozialverträglichkeit des Integrierten Obstbaus

Nachricht hinterlassen von Andrew Bone Thursday, 13th October 2016

Ein Vergleich des integrierten und des ökologischen Niederstammobstbaus sowie des Streuobstbaus im Bodenseekreis unter besonderer Berücksichtigung ihrer historischen Entwicklung sowie von Fauna und Flora.

Nachricht hinterlassen von Andrew Bone Friday, 14th October 2016

Ist es berechtigt, den als „integriert" bezeichneten Obstbau mit dem Prädikat „umweltverträglich" zu bewerten?

Zur Beantwortung dieser Frage werden die eigenen empirischen Untersuchungen als „Obstbau-Systemvergleich" angelegt und es wird neben den agrarökologischen Untersuchungen dem Gesichtspunkt der Sozialverträglichkeit ein hoher Stellenwert eingeräumt.

Die Analyse der Biotopstruktur der drei untersuchten Obstanbauverfahren ergibt eine deutlich differenzierte Rangfolge bezüglich der Struktur- und Artenvielfalt; nahezu bei allen untersuchten Kriterien erreichen der Streuobstanbau die höchsten, die Anlagen des Integrierten Niederstammobstbaus die niedrigsten Werte.

Zwei Schlussfolgerungen sind deutlich zu erkennen:

  1. Das Verfahren der Integrierten Produktion kann (im Vergleich mit den beiden anderen untersuchten Verfahren) weder als umweltschonend noch als nützlingsschonend bezeichnet werden.
  2. Auch der Ökologische Obstanbau in Niederstammanlagen ist — im Vergleich zum Streuobst — nur eingeschränkt naturverträglich.

Die Situation in Deutschland ist nach wie vor ernst. Der Artenrückgang in der Agrarlandschaft hält unvermindert an während gleichzeitig die Pestizidbelastung in Lebensmitteln steigt. Greenpeace in Südwestdeutschland beklagt den illegalen Handel mit in Deutschland nicht zugelassenen Pestiziden. Der neue Pestizidbericht der EU dokumentiert, dass in Deutschland 62% des verkauften Obstes und Gemüses mit Pestiziden belastet ist.

Ich wünsche mir durch diese Neuauflage eine möglichst weite Verbreitung meiner Untersuchungsergebnisse sowie eine intensive und konstruktive Auseinandersetzung mit den Inhalten der Arbeit.

Denn von einer nachhaltigen Landnutzung und einem natur- und sozialverträglichen Obstbau sind wir leider noch immer sehr weit entfernt. Artenvielfalt, Pflanzenschutzintensität, rückstandsfreies Obst und angemessene Erzeugerpreise sind die unbestechlichen Indikatoren und Messgrößen. Vor allem an ihnen sollten sich künftige Mittelzuweisungen, Labels und Werbeaussagen orientieren.

Du musst einloggen um Nachrichten zu hinterlassen.